Urlaub in Österreich

Österreich
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Urlaubsland Österreich
Österreich ist alles andere als ein großes Land, betrachtet man seine geographischen Maße von 560 km Ost- West Ausdehnung und ganze 280 km von Norden nach Süden, oder seine Einwohnerzahl von gerade einmal 8 Millionen.

Da sind die Ausmaße nach oben schon beeindruckender. Die höchste Spitze des alpinen Berglandes Österreich ist mit 3397 m der Großglockner. Aber es ist sicher nicht seine Größe von nur rund 84000 km², die Österreich zu einem der beliebtesten Urlaubsländer Europas macht. Dieses kleine Land hat viel mehr zu bieten, so viel, daß hier eigentlich immer Saison ist. Österreich liegt im Herzen Europas, eingebettet zwischen Deutschland, der Tschechei, der Slowakei, Ungarn, Italien und der Schweiz. Angesichts seiner geringen geographischen Ausmaße verfügt das Land über eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt. Die Kornkammer des Landes liegt im Osten, wo sich die Donau ihren Weg durch fruchtbare Täler bahnt. In Kärnten und im Salzkammergut gibt es viele Seen, die das Bild prägen das sich dem Besucher bietet. Aber nicht nur ursprüngliche Natur gibt es in Österreich, denn Niederösterreich, die Steiermark und das Burgenland sind klassische Industrieregionen.
Nichts desto trotz ist fast die Hälfte des Landes von ausgedehnten Wäldern bedeckt. Auf ca. 2000m befindet sich die Baumgrenze, und oberhalb dieser Linie bestimmen alpine Bergwiesen das Bild, Heimat von vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. So sind etwa der berühmte Enzian, und das nicht minder berühmte Edelweiß, aber auch Orchideen und Mohn Bestandteil der Österreichischen Flora. Auch die lokale Fauna hat einiges zu bieten, schließlich sind in den Alpen Steinböcke, Gemsen und auch Murmeltiere zuhause.

Im Sommer eignet sich Österreich vor allem zum Wandern, Klettern und Bergseigen und für die Sehenswürdigkeiten, im Winter zum Skifahren und all den anderen Wintersportarten, die man sich nur denken kann. Auch die Zeiten zwischendrin sind attraktiv, besonders für diejenigen, die den großen Touristenströmen aus dem Weg gehen möchten. Österreich hat eine große und ruhmreiche Vergangenheit, auf die es mit Stolz zurückblicken kann. Die Habsburger, die rund 600 Jahre lang in Europa das Sagen hatten, haben ihre Spuren hinterlassen, vor allem in Wien. Bis heute können sie sich diese Spuren sehen lassen; Wien ist, in vielerlei Hinsicht aber gerade auch was Architektur angeht, ein Juwel, für das Sie einiges an Zeit einplanen sollten, wollen Sie sich nichts entgehen lassen.
Es muß ja nicht unbedingt eine Fahrt im Vieaker sein, jenen Pferdekutschen die noch immer sehr touristenwirksam in der Wiener Innenstadt ihre Runden drehen. Für Reisende mit einem schmalen Geldbeutel jedoch, die versuchen ein billiges Hotel in der Innenstadt von Wien zu finden, kann dieses Unterfangen gerade zu Zeiten wie Ostern oder Weihnachten sehr anstrengend werden und so einiges an Nerven kosten. Es empfiehlt sich unbedingt im Voraus eine Unterkunft zu buchen, und im Zweifelsfall ein wenig außerhalb der Innenstadt nach einem Hotel oder einer Pension zu suchen.

Reisende aus der EU und der Schweiz benötigen kein Visum für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten. Gezahlt wird mir Euro, und selbst in kleinen Bergdörfern ist der Weg bis zum nächsten Geldautomaten nie weit. Österreich ist touristisch so erschlossen wie ein Land nur sein kann. Dabei ist ein Aufenthalt, vielleicht einmal abgesehen von Wien, auch nicht unbedingt teuer. Wer Geld sparen möchte ist gut beraten, die Spitzenzeiten der Saison nach Möglichkeit zu meiden. Für den Sommer heißt das von Anfang Juli bis Ende August. Wer außerhalb dieser Zeiten seine Reise plant, kann überdies dem großen Touristenansturm entgehen, und wer für seinen Besuch den Juni wählt, der sieht mit der Blüte der Wildblumen die Alpen von ihrer schönsten Seite. Um Mißverständnisse zu vermeiden, Juni und September gehören durchaus noch zu den typischen Reisezeiten. In diesen Monaten ist ein Besuch der Städte besonders zu empfehlen, da es dann nicht mehr so heiß ist und der Besucherstrom nicht mehr ganz so intensiv.

Im Winter ist in den Städten nicht ganz so viel los, abgesehen vielleicht von Weihnachten, Silvester und Neujahr. Abgesehen von diesen Feiertagen sind die Preise in den Städten dann auch niedriger. Dafür sind die Pisten zu jener Jahreszeit sehr belebt, und bei vielen Skianfängern mag der Eindruck entstehen, als seien die Österreicher bereits mit Brettern an den Füßen auf die Welt gekommen. Aber schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und bis zum nächsten Skilehrer ist es auch nie weit. Von Ende April bis Ende Mai dann ist es wieder ruhiger in den Bergen, bis im Frühjahr dann die ersten Wanderer wieder das Terrain erkunden. Auch der November in den Bergen ist eher ruhig, bevor es dann wieder losgeht mit der neuen Wintersport-Saison.

Hochburgen des alpinen Skisportes sind die Bundesländer Vorarlberg, Kärnten, Tirol und Salzburg. Dort bietet beinahe jedes Tal der Alpen ein oder sogar mehrere Skigebiete, die mit allem ausgestattet sind, was das Wintersportlerherz begehrt. Seilbahnen, Sessellifte und Schlepplifte gibt es praktisch überall. Die großen Skigebiete verfügen mancherorts über 50 oder noch mehr Liftanlagen und teils über mehr als 100 km präparierte Abfahrtsstrecken. Dazu kommen noch die Langlaufloipen, und erstaunlicherweise auch Thermalbäder. Seitdem die globale Klimaerwärmung auch vor Österreich nicht mehr halt macht, und auch auf den Winter nicht mehr so viel Verlaß ist wie in früheren Tagen, setzt man in vielen Gegenden zusätzlich auf Wellness, um so die Besucher auch bei Laune zu halten – sollte es einmal an Schnee mangeln. Viele Hotels bieten mittlerweile zusätzlich Saunas, Swimmingpools, Massagen und Thermen an, ein Service, der gerade von den betuchteren Gästen auch gerne in Anspruch genommen wird. In einigen Gletschergebieten ist zwar Skifahren ganzjährig möglich, aber da die Gletscher auch in Österreich, wie überall sonst auch, zurück gehen, möchte man wohl darauf vorbereitet sein Alternativen zu bieten für den Fall der Fälle.

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