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England – auch ein Reiseland?
Nach England kann man mittlerweile zu Flugpreisen reisen, die man andernorts auch schon mal für eine längerer Taxifahrt ausgeben würde. Nie war es so günstig wie im Moment England zu besuchen, jetzt, wo das englische Pfund und der Euro fast gleich auf ist und selbst London, an und für sich eine sündhaft teure Stadt, zum Einkaufsparadies für Europäer geworden ist. Warum nicht für einen Kurzurlaub nach England? Die Gelegenheit ist günstig! Selbst Immobilien sind dort gerade so günstig zu haben wie nie zuvor, für alle die denen es dort besonders gut gefällt und die sich verlieben in das britische Lebensgefühl!
England hat als einstige Großmacht die Welt geprägt wie kaum ein Land zuvor oder danach. Englisch ist die wahre und einzige wirkliche Weltsprache mit der man sich tatsächlich auf dem gesamten Erdball mehr oder weniger gut verständigen kann, jedenfalls mehr als mit irgendeiner anderen Sprache. Sollte man sich nun aber in diesen für Touristen günstigen Zeiten für England entscheiden, so bietet das Land eine Vielzahl von interessanten Dingen zu entdecken. Unterkunft ist in England günstig wie nie, billige Unterkünfte sind schon zwischen 3-10 englischen Pfund zu haben, das mittlere Segment liegt zwischen 10- 20 englischen Pfund und die wahre Luxusklasse fängt bei 120 Pfund pro Nacht und Kopf erst an.
England, und allem voran sein Flaggschiff London, hat in so ziemlich jedem Bereich den man sich denken kann Superlative im Angebot. Sei es nun Theater, Literatur, Architektur oder auch die in der Vergangenheit geraubten Kunstschätze anderer Nationen, man werfe nur einmal einen Blick in das Ägyptische Museum. Es gibt prächtige Landsitze und Herrenhäuser der Aristokratie zu bestaunen, die noch vorhandene Monarchie, die in unserer modernen Welt eher Unterhaltungscharakter der Öffentlichkeit hat als wirkliche Macht ausübt, einmal abgesehen davon dass die Queen, wohl der Tradition wegen, das Parlament eröffnet. Tradition ist den Briten heilig, und all die herrlichen Schlösser und Kathedralen lassen einen erahnen, auf welche Traditionen das Land teilweise etwas wehmütig zurückblickt.
England ist das Land der Kontraste, und London seine Hauptstadt. Neben all dem Prunk leistet sich die Stadt die wohl schlechteste und marodeste U-Bahn der Welt, ein Gesundheitssystem das seines Gleichen sucht auf der Negativskala und beschämende Armut in billigen Vorstadtsiedlungen mit einem erschreckenden Gewaltpotential. Aber darüber spricht man nicht gerne und man tut auch sein möglichstes, dass der Besucher mit diesen negativen Aspekten des Landes nicht in Berührung kommt. Meist funktioniert das auch, schließlich gibt es so viel pompösen Glanz allerorts, dass der Besucher geblendet wird und aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommt.
Einzig das Essen, das weit über die Landesgrenzen hinaus berüchtigt ist, hinterlässt einen faden Nachgeschmack und fällt selbst dem enthusiastischsten England Fans auf. Zum Glück jedoch hat England eine Unzahl an Einwanderern, allen voran Inder, Pakistanis aber auch Chinesen die die Gunst der Stunde genutzt haben und überall Restaurants und Schnellimbisse eröffnet haben die sich großer Beliebtheit erfreuen und wo man sehr günstig sehr gut essen kann. In England leben auf nur rund 130 000km² etwa 51 Millionen Menschen. Das Wetter ist jedoch nicht annähernd so schlecht wie sein Ruf. Und nein, der immer wieder in den Lehrbüchern zitierte Satz “it´s raining cats and dogs” ist kein englischer Satz, sondern nur von den Deutschen, die die Engländer, nebenbei bemerkt liebevoll als “Squareheads” oder wahlweise als “Krauts” bezeichen, frei erfunden worden. Wirklich unangenehm ist das Wetter meist nur in den Monaten November bis Februar, dann ist es häufig feucht, immer kalt, und die Tage sind kurz und von der Farbe grau bestimmt. Angenehme Reisezeit ist von März bis Oktober, wobei man sich darüber im Klaren sein sollte dass gerade in der Hochsaison Juli und August wahre Heerscharen an Touristen die Stadt London überschwemmen, und selbiges gilt auch für die Küstenregionen und besonders beliebte Städte wie Bath, Oxford und York.
Es gibt ein weit verzweigtes Bus und Bahnnetz in England, welches allerdings mitunter als abenteuerlich zu bezeichnen ist, schon alleine dadurch dass es viele verschiedene Anbieter gibt, welche mehr oder weniger offensichtlich miteinander konkurrieren und die Sache nicht zuletzt duch sehr unterschiedliche Preise für vergleichbare Leistungen die Situation sehr unübersichtlich machen.
Prinzipiell spricht nichts dagegen, mit dem eigenen Auto anzureisen, außer vielleicht die Tatsache, dass die Engländer “auf der falschen Seite” fahren, sprich ein Linksfahrgebot herrscht, woran sich der ein oder andere Tourist erst einmal gewöhnen muss.
Verlässt man erst einmal das hektische Treiben der Großstadt, dann lernt man plötzlich ein ganz anderes England kennen. Ein uriges und urtümliches Land mit liebenswerten Menschen die keinen Hehl machen aus ihren Eigenheiten. Es lohnt sich, auch das ländliche England zu durchstreifen. Mystisch mutet es an, wenn man plötzlich und unerwartet auf einen der Steinkreise trifft, alleine auf einem nebligen Hügel. Diese Orte gibt es nach wie vor, und sie strahlen eine ganz eigentümliche Ruhe aus. Der perfekte Ort um einen Moment zu verweilen und die Seele baumeln zu lassen und all die Eindrücke die dieses interessante Land zu bieten hat für einen Moment nur auf sich wirken zu lassen. Von diesen stummen Zeitzeugen der uralten keltischen Kultur gibt es auf der Insel viel mehr als nur das weltbekannte Stonehenge, welches mit seinen fünftausend Jahren mittlerweile ebenso zur berühmtesten prähistorischen Kultstätte Europas wie auch zu einer abgedroschenen Touristenfalle geworden ist. Stonehenge selbst ist eingezäunt und nur zum Fest der Sonnenwende zugänglich, wo es allerdings neuzeitlich eher zu Zusammenstößen mit der Polizei als zu sonst irgend etwas tiefsinnigerem kommt, und man sich eingekeilt zwischen zwei Schnellstraßen und einer hässlichen Unterführung höchstens fragt wieso man sich das antut.
Wer genug hat von Menschenmengen der macht am besten einen Abstecher in die Cotswolds, knapp 30 km nordöstlich von Bristol. Bekannt geworden durch Agatha Christie und die Kalksteinfelsen gehört die Region zu dem wohl pittoreskem, was die Insel zu bieten hat. Der Cotswolds Way gehört mit seinen rund 150 km sicherlich zu den schönsten Wanderwegen der Insel, fragt man die Briten selbst dann zu den schönsten der Welt.
Eine weitere landschaftliche Schönheit ist der Lake District mit seinen zahllosen Seen, zerklüfteten Bergen und grünen Tälern. Wer den Lake District besucht, der tut dies jedoch besser außerhalb der Hauptsaison, wenn nämlich jedes Jahr etwa 10 Millionen Menschen auf die gleiche Idee kommen. Auch Oxford, die möglicherweise berühmteste Universitätsstadt der Welt, zieht jedes Jahr unzählige Touristen an, und die die dorthin kommen bereuen es sicher nicht. Die gesamte Stadt, die in grüne Hügel und eine malerische Landschaft gebettet ist, strahlt den alten Geist von Ruhm, Geschichte und Tradition aus, auf den England so stolz ist und eine ganz eigene und in sich geschlossene Welt und es ist zweifellos ein Erlebnis sich die Szenerie die man sonst nur aus einer Vielzahl an Filmen kennt auch einmal mit eigenen Augen anzusehen.
Auch York ist eine beeindruckende Stadt, in der sich wunderbar bummeln lässt, mit ihrer eindrucksvoll zur Schau getragenen Geschichte und mächtigen Kathedralen. Im Gewirr der mittelalterlichen Straßen finden sich viele Pubs, die zu einem wahren Englandurlaub einfach dazu gehören. Sollte man dort wider Erwarten über die Stränge schlagen findet sich an jeder Ecke ein kleines Hotel oder eine Pension. Am Tag danach kann man sich ja in einem der vielen Teerooms erholen und Kraft tanken für die Weiterreise. Wohl nichts ist typischer für England als der Tee. Diesen sollten Sie in der passenden Atmosphäre genießen, Möglichkeit hierfür gibt es zu Hauf.

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