Bosnien-Herzegowina – das Reiseland auf dem Balkan

Bosnien-Herzegowina – das Reiseland auf dem Balkan
Im Herzen der Balkanhalbinsel liegt Bosnien-Herzegowina. Mit nur 51 129 km² ist es kein besonders großes Land. Nichts desto trotz treffen hier bedingt durch geologische Fakten zwei Klimazonen aufeinander. Dadurch ist das Klima von Bosnien-Herzegowina geprägt durch ein halb mediterranes, und ein halb kontinentales Klima. Durch dieses Zusammentreffen zweier Klimatypen entsteht eine besondere Mischung die diesem kleinen Raum so besonders macht.

Diese Bedingungen sind der fruchtbare Nährboden, auf dem sich eine besonders reichhaltig ausgeprägte Fauna und Flora entwickelt hat. Das Zusammenspiel aller Faktoren hat eine sehr große Artenvielfalt hervorgebracht, und eines der vielfältigsten Ökosysteme Europas geschaffen.

Der geographisch größte Teil des Landes besteht aus Bergland, aber es gibt auch Landesteile wo Flachland vorherrscht, am Schwarzen Meer vornehmlich, und in den fruchtbaren Tälern um die Flüsse Sava und Drina, die ins Schwarze Meer münden.

Während im Süden des Landes die Sommer sehr heiß sind, so können gleichzeitig im inneren des Landes die Winter auch sehr kalt werden. Dann nämlich herrschen mitunter kalte Fallwinde vor, die zu kaltem Wind und Stürmen führen können. Die Gebirge haben ihr eigenes Klima mit Temperaturen, die ab 1700 m bedeutend unter 0 Grad fallen können.

Große Landesteile sind nur dünn besiedelt.Kein Wunder, beträgt die Bevölkerung doch kaum 3,8 Millionen. Diese Bevölkerung wird vornehmlich aus Bosniaken, meist muslimisch Glaubens, Kroaten, die überwiegend Katholiken sind, und orthodoxe Serben gebildet.

Die größten Ballungsräume findet man im Raum Sarajevo sowie in den Tälern der großen Flüsse, allen voran der Bosna.

Durch den Bosnienkrieg wurde das Land schwer gezeichnet. Noch heute ist beim Verlassen von befestigten Wegen die Gefahr von Landminen zu bedenken, durch die nach wie vor Menschen ums Leben kommen.

Langsam finden dennoch die ersten Touristen ihren Weg ins Land, die beliebtesten Ziele bislang sind Sarajevo und Mostar.

Im Jahr 1993 wurde unter den Augen der Welt die Alte Brücke in Mostar zerstört, die aus dem 16.Jahrhundert stammt. In den Jahren ab 1996 wurde sie rekonstruiert und 2004 dann wurde die Brücke mit einem feierlichen Event wiedereröffnet. Seitdem lockt sie wieder zahlreiche Touristen nach Mostar, die sich in einem der auch wieder zahlreich gewordenen Hotels eine Unterkunft suchen können. Im Juli 2005 wurde die Brücke in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Mostar ist die Hauptstadt der Herzegowina.
In der Zeit von 1992 bis 1995 wurde vieles im Lande zerstört. Noch immer hallen diese Erinnerungen nach, wie sich deutlich im Lande und auch in ganz Europa spüren läßt. Zu groß war der Schock den die Weltöffentlichkeit erfuhr angesichts der Bilder, die aus diesem Teil der Welt zu den Menschen kamen, die noch die XIV. Olympischen Winterspiele in Sarajewo in Erinnerung hatten.

Das Potential für ausgeprägten Tourismus birgt das kleine Land allemal. Darauf setzten auch die Bewohner des Landes, die sich viel Mühe geben die Infrastruktur und auch die Transportmöglichkeiten weiter auszubauen und für die Besucher schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile gibt es wieder eine ganze Reihe von kleinen Hotels und Pensionen, wo man den natürlichen Charme des Landes voll und ganz genießen kann, und das Ganze auch noch zu vergleichsweise äußerst moderaten Preisen.

Die Natur ist unberührt und artenreich, und mit rund 270 Sonnentagen im Jahr bietet die Adriaküste einen willkommenen Urlaubsort für Badegäste.

Einzig die Touristen lassen noch ein wenig auf sich warten, und so fristet die Region weiter ein Schattendasein und bleibt weit hinter seinem Potential zurück. Wer aber dennoch den Weg hierher findet, wird kein Problem haben eine gute und günstige Unterkunft zu finden. Den Urlauber mag das freuen, denn so bleiben die Preise günstig und die Gegenden nicht überlaufen. Die Einwohner jedoch träumen von einem Anstieg der Besucherzahlen, versprechen sie sich doch einen bescheidenen Wohlstand von dem Geld, das Touristen ins Land bringen würden. Bislang jedoch kann man noch günstig Urlaub machen und findet für wenig Geld eine Unterkunft, sei es nun eine Pension, ein Hotel oder auch ein Campingplatz. Die Bewohner des Landes setzen viel Hoffnung in den Tourismus. Die Wirtschaft ist nach dem Krieg noch nicht voll entwickelt, die Infrastruktur weist nach wie vor Lücken und Schwachstellen auf. Aber zumindest arbeitet man nach Kräften daran, die Situation zu verbessern. Unterkunftsmöglichkeiten sind bereits im bescheidenen Rahmen vorhanden. Es gibt Ferienwohnungen oder Zimmer in Pensionen, oder auch in kleineren Hotels, die man mieten kann. Das große Geld freilich fehlt noch in Form von großen Investitionen, beispielsweise in große Ferienanlagen. Das Vertrauen in das doch noch recht junge Land muß wohl erst noch ein wenig wachsen. Das mag so manch einem Einheimischen zwar nicht unbedingt behagen, ist aber ein Segen für die weitgehend unberührte Natur, die es zu schützen gilt. Allein über 23.000 km² sind bewaldet. Es ist wichtig, die Fehler die in anderen Urlaubsländern gemacht wurden nicht zu wiederholen und aus diesen Fehlern zu lernen, ohne sie selbst machen zu müssen. Schließlich ist es die intakte Natur, die das größte Kapital dieses Landes darstellt.

Zu entdecken gibt es also noch viel in diesem schönen und sowohl kulturell als auch landschaftlich reizvollem Stückchen Erde

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